
Im Abschiebegefängnis Berlin-Köpenick sitzen rund 100 Frauen und Männer, die kein Verbrechen begangen haben. Sie besitzen bloß keine gültigen Aufenthaltspapiere.
Oft leben sie schon viele Jahre in Berlin, wurden zum Teil sogar hier geboren. Aber von Rechts wegen sind sie illegal.
Für die Zeit, die die Behörde braucht, um Abschiebepapiere zu besorgen, kommen diese Menschen ins Gefängnis.
Die Menschen sind faktisch ohne Rechtsberatung. Sie verstehen nicht, warum sie da sind. Sie wissen von Tag zu Tag nicht, wie lange sie bleiben müssen.
Abschiebehaft erscheint uns oft als Gewalt, die sich gegen Schwache richtet, gegen Menschen ohne gültige Aufenthaltspapiere.
Als Seelsorgerinnen und Seelsorger sehen wir die menschlichen Schicksale in jeder Abschiebungsakte. Wir wenden uns den inhaftierten Frauen und Männern zu.
Wir fragen nach, hören zu und überlegen mit den Inhaftierten, welche Hilfe notwendig ist. Wir hinterfragen als unabhängige Institution aber auch die Politik und die Verwaltung.
Und wir informieren die Öffentlichkeit, was Abschiebungen wirklich bedeuten.
Wir benennen in unserer Kirche den Skandal und wünschen uns eine Gesellschaft, die keine Abschiebung braucht.
Evangelische Seelsorge
im Abschiebungsgewahrsam
Berlin-Köpenick
Grünauer Str. 140 / 12557 Berlin
mail@seelsorge-in-abschiebehaft.de
Sie erreichen uns persönlich:
Bernhard Fricke 0160 93 43 82 23
Fax 03303 - 21 92 68
fricke(at)seelsorge-in-abschiebehaft.de
Kornelia Frisch 0172 374 78 58
Telefon 030 - 89 54 17 58
frisch(at)seelsorge-in-abschiebehaft.de
Spendenkonto
KKVA Berlin Süd-Ost
Ev. Darlehensgenossenschaft
BLZ 100 602 37
Kontonummer: 160 440
Stichwort Abschiebungshaft
Gestaltung der Website: www.BAR-M.de
Umsetzung: www.undkonsorten.com